Hildegards Homepage

**************..... Lebenslauf....*****************

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Eigentlich, das heißt nach Eurem Verständnis, bin ich ja schon gut 800 Jahre tot, aber bitte, solche Spitzfindigkeiten sollten wir jetzt nicht diskutieren.

Als meine Eltern mich zeugten hatten sie schon 9 Kinder. Und sie dachten wohl, als sie mich "machten": Der (die) Zehnte ist für Gott, und so "für Gott" bin ich dann wohl auch geworden. Mit acht Jahren kam ich ins Kloster. Ihr müßt da nicht erschrecken, für mich war's in Ordnung.

Was lernte ich bei meiner Erzieherin Jutta von Sponheim: Beten, die üblichen Arbeiten, die Gesänge Davids, die Psalmen.

Und ihr vertraute ich an was mich erschreckte: Offenbar sah ich schon als Kind Dinge, die andere nicht sahen, ich war wohl irgendwie nicht normal. Wir beide hielten das geheim. Ich war wohl auch schüchtern und ängstlich, wenn ich etwas machen sollte, deshalb war ich im Kloster eigentlich auch ganz gut aufgehoben.

Ich war viel krank, was mit meinem Sehen zusammenhängen mag. Nach und nach kamen noch mehr Frauen in dieses Kloster. 1136 wurde ich zur Vorsteherin des Frauenkonvents gewählt.

Im Jahre 1141 nach der Menschwerdung des Sohnes Gottes, Jesus Christus, als ich zweiundvierzig Jahre und sieben Monate alt war, kommt unter freiem Himmel ein feuriges Leuchten von grösster Helligkeit, breitet sich über mein ganzes Gehirn aus und setzt mein ganzes Herz und meine ganze Brust in Flammen, doch ohne zu verbrennen, eher wärmend wie Sonnenstrahlen, die auf einen Gegenstand fallen und ihn erhitzen.

Dieses Gesicht befahl mir aufzuschreiben was ich sah und hörte. Ich weigerte mich zu schreiben weil ich es mir einfach nicht zutraute, und weil es mich zu sehr in eine öffentlich Position bringen würde, der ich mich nicht gewachsen fühlte. Ich fand einen der mir half. Ich schrieb die Worte die ich hörte und er machte die richtigen Sätze daraus. In Latein.

Was ich nicht schaue, weiß ich nicht, denn ungelehrt bin ich. Man hat mich nur im Lesen unterrichtet. Was ich schreibe, seh' und höre ich in der Vision. Andere Worte, als die ich höre, benütze ich nicht und trage sie als rohe Lateinworte vor, wie ich sie in der Vision höre. Denn kunstgerecht zu schreiben, wie die Philosophen schreiben, lehrt die Vision mich nicht. Die Worte der Vision sind nicht wie Worte die vom Munde kommen, mehr flackernd einer Flamme gleich und einer Wolke die am klaren Himmel zieht.

Dann schrieb ich etwa 10 Jahre lang "Wisse die Wege", das was mir die Vision diktiert hatte. Neue Visionen folgten. "Das Buch vom lohnenden Leben". Insgesamt schieb ich drei große Werke und vor dem letzten einige kleinere; unter anderem Gesänge, Briefe, und "Die unbekannte Sprache".

Auf ein besonderes Werk aus meiner dritten Schreibperiode will ich noch eingehen, weil es in der jetzigen Zeit eine Wiederentdeckung und besondere Beachtung erlebt: "Das Buch von den allerfeinsten Unterschieden der natürlichen Dinge" Darin beschreibe ich alles was mir über Steine, Wasser, Pflanzen, Tiere und die Körperlichkeit der Menschen gezeigt und gesagt wurde. Mit der besonderen Berücksichtigung zu Heilzwecken.

Menschen die das Wunder nicht fassen können, das mir geschah, machen heute aus mir im Nachhinein eine Naturforscherin und Ärztin, obwohl ich in meinen Schriften vielfach bezeuge, daß ich ungelehrt bin und woher ausschließlich das Aufgeschriebene stammt. Sie haben sicherlich die Einleitung zu meinem letzten Buch nicht gelesen, die mir die Stimme aus dem Licht im Jahre 1163 diktierte:

"Jammergestalt, Tochter vieler Mühsal, gereift durch schwerste Körpergebrechen, doch voll der Geheimnisse des Lichtes! Mach' dein innerstes geheimstes Seelenleben den Menschen zugänglich, damit sie dadurch ihren Schöpfer erkennen und nicht müde werden, ihn würdig zu verehren. So schreibe, was ich, Leben ohne Anfang und Ende, dir offenbare und was ich vor Anfang der Welt und Erschaffung des Menschen in weiser Voraussicht bestimmt habe. Nicht dein Herz hat solches erfunden, noch je ein Mensch es erdacht."

Schließen will ich jetzt mit Worten aus einem Brief von mir 1175 an Wibert von Gembloux, indem ich seine Fragen nach der Art meines Sehens so gut es ging beantwortet habe:

"Als Doppelwesen, Leib und Seel, kenn ich mich nicht und bin in meinen Augen nichts. Hab' den lebendigen Gott im Auge und überlass ihm das alles, damit Er, der ohn' End und Anfang, in all dem mich bewahr vom Bösen, Drum auch Du, der diese Worte hört, und mit Dir alle, die sie hören wollen, betet für mich, dass ich im Dienste Gottes bleibe."
 

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Teile dieser "Vita"( die in der Gegenwartsform) sind wirklich echt. Sie stammen aus Orginaldokumenten, übersetzt von Dr. Gottfried Hertzka. Den Rest dazwischen habe ich mir erlaubt zusammen zu schreiben aus seinem Buch: "Das Wunder der Hildegard Medizin", Christiania Verlag, Stein am Rhein,

Dieses Buch ist sehr zu empfehlen um Hildegard kennen zu lernen und als Einstieg in ihr Werk. Das Faszinierende an Hildegards Schriften ist, daß die Heilmittel, die zum großen Teil die beschriebene Wirkung erbringen, die Echtheit ihrer Quelle unterstreichen. Sie scheint mit ihrem Geist tatsächlich zu Gast beim Schöpfer gewesen zu sein.

Eine ziemlich vollständige Sammlung von Links zu Hildegard findet sich hier.  Nicht alle davon sind empfehlenswert!
 

Parallelen:

Zudem sind uns frappierende Parallelen zu dem "Sehen" der Wissenden, von denen Carlos Castaneda berichtet, aufgefallen:

1. Bei den sogenannten "Zauberern" war das unabdingbare Zeichen für echtes "Sehen", eine begleitende Stimme, die das "Gesehene" erläuterte. Das entspricht dem Sehen Hildegards.

3. Bei beiden war "Nüchternheit" im Spiel. Hildegard war nie in Trance oder entrückt. Ihr "Sehen" geschah "an öffentlichen Plätzen" im Wachzustand. Dr. Hertzka bescheinigt ihr eine "Heilige Nüchternheit". Bei Castaneda war "Nüchternheit" (Emotionsfreiheit?) eine unabdingbare Eigenschaft der Seher.

2. Sowohl Hildegard als auch Carlos Castaneda beschreiben (aus dem "Sehen" heraus) 4 Frauen- und 4 Männertypen, durch die alle Menschen erfasst werden. Während Hildegard hauptsächlich die körperlichen Merkmale auch im Hinblick auf Krankheit und Heilung beschreibt, finden sich bei Castaneda mehr die Beschreibungen der Psyche. Hat man sich einmal eingefunden in die jeweiligen Beschreibungen, so lassen sich die Typenpaare sicher zuordnen. Eine Kenntnis dieser Typenzuordnung kann sehr hilfreich sein, um sich selbst einzuschätzen und seinen Mitmenschen gerecht zu werden!.

Eine gelungene Einführung über die Bücher und Lehren des Carlos Castanedas findet sich unter: http://www.leuchtendewesen.de. Es sind auch weitere Informationen in Deutsch über Carlos Castaneda im Netz. Ich persönlich halte Castanedas Bücher und Lehren ohne Christus im Sinn (daß er's erklärt) nicht für verdaulich. Aber mei.

Hildegards Buch "von den allerfeinsten Unterschieden der natürlichen Dinge" wurde beim Abschreiben in zwei aufgeteilt. Heute heißen sie "Physica": eine Sammlung von Heilmitteln. Und "Causa et Cura": eher eine Art medizinisches Lehrbuch.

Uns sind folgende Übersetzungen bekannt:

Physika :

Causa et cura:

Sehr viele erprobte Rezepte nach Krankheiten geordnet und erläutert finden sie auch in:

Auf der nächsten Seite finden sich eine kleine Auswahl der Heilmittel, die von uns bei Bedarf angewendet werden.


Seit diese Seite entstanden ist hat sich sehr viel geändert.  Nicht nur sind die Kinder und wir gewachsen und älter geworden, die Welt selbst - scheint mir - hat sich verändert und der Himmel ist viel näher und offener. 

Einige der Ernährungsempfehlungen Hildegards scheinen nicht mehr zuzutreffen, zum Beispiel - was wir länger schon in Frage gestellt hatten - dass es grundsätzlich dem Menschen zuträglicher sei die Nahrungsmittel zu bearbeiten speziell zu kochen. Ich selbst habe extrem gute Erfahrungen mit Rohkost gemacht, was die Anwendung der immer noch funktionierenden Hildegard-Mittel fast völlig erübrigt. Alles hat offenbar seine Zeit.

Ich sehe dass die Menschen von heute nicht mehr die Menschen von damals sind; mit dem Fortschreiten des Heilsplans hat sich die menschliche Matrix, unsere Seinsgrundlage völlig geändert. Es sind uns (persönlich und allgemein) heute Dinge möglich, die noch vor kurzem unvorstellbar waren. Was immer noch von großem Interesse wäre, ist die genauere Erforschung der der vier Männer- und Frauentypen auf der Grundlage Hildegards und Castanedas Beschreibung. Sehr viel haben beide mir erschlossen über das Wesentliche von Männern und Frauen, deren unterschiedlichen Aufgaben und - daraus resultierend - unterschiedliche Seinsweisen. Auch darüber wäre zu schreiben, aber besser noch: ich kann dieses Wissen leben, auch wenn es mich ein wenig einsam macht.

Eine neue Übersichtsseite hat sich ergeben mit einer leicht einprägsamen Adresse. 

http://www.christophnetz.de

Sie enthält die alten und neuen Seiten und wird wohl nach und nach ergänzt werden, wenn es die Zeit verlangt und erlaubt. Sie können mir gerne schreiben, müssen aber die Adresse selbst in die Mail eintragen:

Christoph Prüm:

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letzte Änderung: 16. Nov 03